• „Der Friede ist das höchste Gut.“

  • „Befleißigt Euch der Gerechtigkeit, die Ihr auf Erden richtet.“

  • „Man höre beide Parteien.“


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Nahe Osten ist eine weltpolitisch gefährliche Region, die in den vergangenen Jahren noch explosiver geworden ist. Es geht nicht allein um den weiterhin gefährlichen Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Die ganze Region ist seit der Arabellion in Aufruhr. Und die Zeiten, in denen sich Deutschland nach den bitteren Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs außenpolitisch sehr weit zurück halten konnte, kommen nicht wieder. Deutschland ist gefordert, sich einzubringen. Und dies wird sowohl von der Politik wie von der Zivilgesellschaft schwierige Entscheidungen fordern.

Deutschland kann seine Rolle als bedeutendes Mitgliedsland der Europäischen Union nicht mehr herunter spielen. Wir sind und werden gefragt, Stellung zu beziehen. Wir werden nicht vermeiden können, uns mit einer Region zu beschäftigen, die auch unsere eigene Sicherheitslage gefährdet.

Schon die Zahl der nach Deutschland geflüchteten Menschen macht deutlich, wie groß die Probleme sind, die ein verantwortungsbewußtes Land wie Deutschland und seine Gesellschaft erwarten. Und die Geflüchteten werden die Widersprüche und Kontroversen, ihre gesellschaftlichen Konventionen und religiösen Überzeugungen in Deutschland nicht an der Garderobe ihres neuen Heims ablegen. Wir werden damit umgehen müssen. Die deutsche Gesellschaft muss die Situation der Menschen aus dem Nahen Osten verstehen lernen, die Geflüchteten müssen die deutsche Verfassung als Grundlage unseres Gesellschaftsvertrages akzeptieren. Zusammen ist das eine große Aufgabe.

Die deutsche Zivilgesellschaft wird sich deshalb intensiver als bisher mit dem Nahen Osten auseinander setzen müssen. Die Deutsche Initiative für den Nahen Osten (DINO) bietet dafür ein anerkanntes und überregional beachtetes Forum. Sie verbindet Information und Aufklärung über die Situation im Nahen Osten mit der Unterstützung konkreter Projekte vor Ort. Sie dringt auf Verständnis für unterschiedliche Positionen und die dafür notwendige Toleranz.

DINO lässt sich dabei von dem Ergebnis des historischen Westfälischen Friedensschlusses von 1648 leiten: Der Frieden ist das höchste Gut!

Es grüßt Sie herzlich

Jürgen Bremer
DINO-Sprecher

DINO ist Träger des Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreises 2013.

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News, Pressemitteilungen

03-05-2016

Bericht zum 3. Nahost-Talk in Bonn - Der Nahe Osten zerfällt: Wie machtlos sind Europa und die Vereinten Nationen?

Am Montag, dem 25. April 2016 fand in Bonn der 3. Nahost-Talk des Gustav-Stresemann-Instituts e.V. und der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO)...

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27-04-2016

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