• „Der Friede ist das höchste Gut.“

  • „Befleißigt Euch der Gerechtigkeit, die Ihr auf Erden richtet.“

  • „Man höre beide Parteien.“

 

Der Nahe Osten bleibt dramatischer Krisenherd

Die Resolution des UN-Sicherheitsrats zum Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten hat noch einmal ein Schlaglicht auf das Jahrzehnte alte Spannungsfeld im Nahen Osten geworfen, der Auseinandersetzung zwischen Israel und den Palästinensern. Dieser Konflikt schien angesichts der dramatischen aktuellen Entwicklungen in Syrien schon aus den Augen der Weltöffentlichkeit geraten zu sein.

Die Resolution hat – wie frühere - keine bindende Wirkung. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat die Welt auch schon per Twitter informiert, dass er sie ignorieren werde. Und doch hat sie Auswirkungen - wie die Reaktion der Regierung Netanjahu offenbart. Sie unterstreicht vor aller Welt erneut die Illegalität des Siedlungsbaus.

Der Sicherheitsrat hat mit seiner Entscheidung auch daran erinnert, dass sich Israel mit jeder neuen Siedlung die Chance auf einen friedlichen Ausgleich mit den Palästinensern und seinen arabischen Nachbarn ein Stück mehr verbaut. Es liegt an Israel zu zeigen, wie es als jüdischer Staat und als Demokratie seine Zukunft sieht.

2017 hält Israel Palästina seit 50 Jahren besetzt. Das Datum wird der Debatte um den Konflikt neuen Auftrieb geben. DINO wird am 6. Februar auf das Thema bei seinem 5. Nahost-Gespräch in Bonn eingehen.

Noch dramatischer geht das Jahr in Syrien zu Ende. Der Fall von Aleppo bedeutet nicht das Ende der Kämpfe und nicht das Ende des IS. Der Kampf um Aleppo war eine Niederlage des humanitären Völkerrechts und die schonungslose Offenbarung der Macht- und Einflußlosigkeit Europas. Und Syrien ist zwar der Schauplatz der blutigsten und unbarmherzigsten Schlachten in der Region. Aber der ganze Nahe Osten befindet sich in einer krisenhaften Situation, die uns nicht gleichgültig lassen kann.

Auch nach zehn Jahren engagierter Bemühungen mit vielfältiger nationaler und internationaler Unterstützung aus vielen Bereichen unserer Gesellschaft wird DINO nicht nachlassen in dem Bemühen, die Aufmerksamkeit in Deutschland auf diese Entwicklungen zu lenken.

Jürgen Bremer

Vorsitzender

 

 

DINO ist Träger des Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreises 2013.

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20-03-2017

Der Bund (CH): Der Block der Getreuen

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06-03-2017

Tagesschau: Warum die Türkei in Syrien kämpft

- Ankaras Interessen v. Reinhard Baumgarten

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