Kuratorium

Monsignore Martin Hülskamp

Monsignore Martin Hülskamp

Prälat, Domkapitular em.

Überwasser-Volksschule und Staatliches Gymnasium Paulinum in Münster Abitur 1977

Von 1977 bis 1979 Studium der Philosophie und Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Anschließend bis 1983 Studium der Theologie, der Jurisprudenz, des Kanonischen Rechts und der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität in München mit Abschluss als Diplom-Theologe 1982

1983    Lizentiat in Theologie

1984    Weihe zum Diakon

1984    Diakon an St. Willibrord in Kleve-Kellen

1985    Priesterweihe im Hohen Dom zu Münster durch Bischof Dr. Reinhard Lettmann

1985 bis 1987           Kaplan an St. Paul in Recklinghausen

1987    Studium des Kirchenrechts an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom

1989    Lizentiat im Kanonischen Recht, Vizerektor des Päpstlichen Institutes S. Maria dell’Anima in Rom

1990    Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan

1991    Mitglied in der deutsch-vatikanischen Aufsichtskommission über die deutschsprachigen Medien des Apostolischen Stuhls

1994    Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan

1996    Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat in Münster Bischöflicher Offizial - Leiter des kirchlichen Gerichtes des Bistums Münster

1997    Geistlicher Rat, Residierender Domkapitular an der Kathedralkirche St. Paulus in Münster; Professor inv. an der Kirchenrechtlichen Fakultät der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom

2000    Geistlicher Beirat des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) in der Diözese Münster

2002    Ernennung zum Prior der Komturei St. Ludgerus Münster des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem

2005    Vorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande/Diözesanverband Münster


2010-2013    Direktor des Katholischen Büros NRW in Düsseldorf

Warum ich bei DINO mitmache

Es gibt Dinge in dieser Welt, denen gegenüber wir unendlich abgestumpft sind und mit denen wir uns um Gottes und der Menschen Willen um nichts in dieser Welt abfinden dürfen: dazu gehört für mich als christlichem Europäer an erster Stelle das, was wir leichthin als „Nahost-Konflikt“ bezeichnen. Dahinter verbirgt sich nicht mehr und nicht weniger die noch ungelöste Herausforderung, zu einem friedlichen Zusammenleben, ja Miteinander der Völker und Reli­gionen im Nahen Osten zu gelangen. Der Kern der Frage liegt darin, wie die Juden und der Staat Israel und die Araber, insbesondere die Palästinenser, als Muslime und Christen hier im Vorderen Orient zusammen-halten können, statt sich ständig gewaltsam auseinander-zu-set­zen.

Auch wenn dieses Gebiet, das wir als Christen auch „Heiliges Land“ nennen, auf der Welt­karte fast übersehen werden könnte, so ist es doch ein ganz herausgehobenes Gebiet im dop­pelten und nahezu widersprüchlichen Sinn. An dieser „Bruchstelle“ der Erde, im Jordantal und im Toten Meer, also am Schnittpunkt zwischen Israel, Palästina, Syrien, dem Libanon, Jordanien und Ägypten befindet sich der Geburtsort des Glaubens aller drei monotheistischer Religionen. Jerusalem ist allen gleichermaßen ein Symbol der Gottesnähe und Gottesver­ehrung. Doch ist dieses Gebiet, in das einst die Urväter des Glaubens von Abraham, Isaak und Jakob aus dem Zweistromland in Mesopotamien als das Gelobte Land hinein gerufen wurden, unendlich verdunkelt durch vor allem politische und nationale Konflikte, die mitunter auch in starken, oft feindseligen religiösen Ausbrüchen ihren Niederschlag finden.

Für mich sind diese Konflikte in der „Kinderstube“ des Glaubens in gewisser Hinsicht aber auch repräsentative Niederschläge der Friedlosigkeit unter den Völkern und Menschen auf der ganzen Erde, die hier wie in einem Brennglas gebündelt und verstärkt in Erscheinung treten. Mehr als anderswo wird im Nahen Osten deutlich, dass es keine Alternative zu einem friedli­chen Zusammenleben der Völker und Religionen geben kann und dass sich Konflikte um nichts in dieser Welt durch Gewalt und Krieg, sondern nur durch Begegnung und Verständi­gung lösen lassen. Deshalb müssen alle Ebenen menschlicher Existenz zusammenwirken, um eine dauerhafte friedliche Zukunft für die Menschheit erwachsen lassen zu können: Friede ist, wie wir als Münsteraner mit der Stadt des Westfälischen Friedens wissen, ein „Werk der Ge­rechtigkeit“. Gerechtigkeit zwischen Menschen und Völkern erwächst zu allererst aus einem friedlichen Herzen jedes Menschen und kann sich dann zwischen den Menschen und Völkern bahn brechen.

Um dieses Ziel eines friedlichen Zusammenlebens zu fördern, darf in unserer Welt, was allzu lange ausgeblendet wurde, auch die Kraft des Glaubens nicht außen vor bleiben. Staat und Religion sind zwar nicht identisch, sondern aufeinander zu geordnet, verbinden sich aber in der Sorge um den einen ungeteilten Menschen, der sich als Geschöpf seines Gottes begreift und im Tiefsten spürt, dass er der Erlösung, die er sich selbst nicht zusprechen kann, bedarf.

Insofern bildet die „Deutsche Initiative für den Nahen Osten“ eine ideale Konstellation an der Schnittstelle zwischen Politik, Gesellschaft und Kirche im gegenseitigen Austausch und im Bemühen, Wege des Friedens untereinander zu suchen, zu finden und zu gehen. Als Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Prior der Komturei St. Ludgerus sowie als Diözesanvorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande für das Bistum Münster liegt mir insbesondere die Sorge für die christliche Minderheit im Vorderen Orient besonders am Herzen. Sie zu unterstützen im Kampf nicht gegen irgend welche Menschen und Staaten, sondern allein gegen die Hoffnungslosigkeit und Angst in ihrer alltäglichen Lebensbewälti­gung im Ursprungsland unseres Glaubens ist Grund und Anlass genug, bei der Deutschen Initiative für den Nahen Osten engagiert mit zu tun.

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