Stimmen zum 3. Symposion

Grußwort Seiner Seligkeit des Patriarchen Gregorios III.

(...) Ich danke für diese Initiative, die besonders wichtig ist, weil sie eine deutsche Initiative ist. Ich habe immer die Rolle Deutschlands im Friedens-Prozess betrachtet als eine ganz wichtige und sogar einmalige Rolle!
Wir brauchen alle Kräfte der ganzen Welt um Friede zu schaffen im Nahen Osten, zwischen Israelis und Palästinensern.

Zwei Aufforderungen sind heute einmalig wichtig für die Zukunft der Menschheit:

1. Den Frieden ermöglichen im Heiligen Land das Heilig ist für alle drei Religionen Judentum, Christentum und Islam.

2. Ein tieferes gemeinsames Zusammenleben, zwischen Christen und Muslimen im Nahen Osten.

Die Zögerung dieser zwei Realitäten führt die Welt zur Katastrophe.

Dazu gehört die weitere Bleibe der Christen im Heiligen Land und in den arabischen Ländern, mit den Juden und mit den Muslimen als lebendige zeugnisgebende, tief glaubende christliche Gemeinde.

Da liegt die Zukunft einer besseren Welt!

Ich wünsche allen Teilnehmern an diesem Symposion viel Erfolg, alles Gute mit meinem Segen.

Gregorios III., Patriarch

Aus einem Brief von Prinz Hassan bin Talal (Jordanien)

(...) Ihr Engagement für Frieden und den Abbau von Vorurteilen und Hass im Nahen Osten ist äußerst wichtig. In diesem Zusammenhang füge ich meinem Brief ein Schreiben bei, das unmittelbar vor dem ersten Annapolis-Treffen entstanden ist und in dem ich meine Gedanken darlege. Darüber hinaus schicke ich Ihnen einen jüngst auf der  „Comment is free"-Seite des britischen Guardian erschienen Artikel.

Es mag gleichfalls von Interesse für Sie sein, dass wir im vergangenen Monat ein Treffen in Amman abgehalten haben, auf dem wir den Entwurf einer Sozialcharta besprochen haben, mit deren Hilfe wir die Zusammenarbeit und Sicherheit in der Region Westasien/Nordafrika (WANA) unterstützen wollen. Die Charta soll ein Moralkodex für die Region sein, Rechte und Ansprüche darlegen und darüber hinaus Verpflichtungen, wie ein Gelöbnis der Bürger zur Beteiligung an einem mobileren sozialen Umfeld, ein Bekenntnis zu Gewaltfreiheit und ziviler Harmonie sowie das Zelebrieren der Vielfalt traditioneller Gemeinschaften, enthalten. Wir hegen die Hoffnung, dass die Mobilisierung der bürgerlichen Gesellschaft zur Formulierung einer Sozialcharta auf regionaler Ebene zu einer sozialen Entwicklung in der WANA-Region beitragen wird. Um gegen fehlende Menschenwürde und Demokratie anzugehen, müssen wir dafür sorgen, dass politische und zivile Grenzen in Bewegung geraten. Entscheidend ist, dass eine Sozialcharta, die Rechte nur auf der Basis der Volkszugehörigkeit, der Nationalität und des Glaubens, nicht aber der Staatszugehörigkeit gewährt, so gut wie bedeutungslos ist.

Es mag weiterhin von Interesse für Sie sein, dass ich am 28. November letzten Jahres in Brüssel die Gelegenheit hatte, ein Weißbuch zu einem Energie-, Wasser- und Klimaschutzkonzept zur Erzeugung sauberer Energie aus Wüsten vorzustellen. Das Programm wurde im Rahmen der Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) erarbeitet, die im September 2003 auf Initiative des Club of Rome (dessen Präsident ich war), des Jordanischen Nationalen Energieforschungszentrums und des Hamburger Klimaschutzfonds gegründet wurde. Ziel der TREC-Initiative ist es, durch gemeinsame Anstrengungen der Europäischen Union und der Region Naher Osten und Nordafrika auf schnellem Wege Sicherheit für Klima, Energie und Wasser zu schaffen. Wenn Sie Interesse an diesem Konzept haben, finden Sie weitere Informationen unter www.desertec.org/downloads/articles/trec_white_paper.pdf

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für diese Initiative und bin sehr interessiert an allen Dokumenten im Zusammenhang mit Ergebnissen des Treffens im April.

Mit herzlichen Grüßen

El Hassan bin Talal

„DINO“: Deutschland besser über den Nahen Osten informieren

Jerusalem (KNA)

Mitglieder der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO) haben am Ende sechstägiger Sondierungsgespräche in der Krisenregion ihren Eindruck von der Lage als „instabil aber doch nicht aussichtslos“ beschrieben. Sowohl für die amtierende israelische Regierung als auch für Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sei Erfolg bei den laufenden Friedensgesprächen eine politische Überlebensfrage, drückte der SPD-Politiker und frühere deutsche Botschafter in Tel Aviv, Rudolf Dreßler, am Montag die Hoffnung der aus Kirchenvertretern,  Politikern und Journalisten bestehenden Gruppe aus.

Die vollständige Meldung finden Sie hier.

PRESIDENT ABBAS RECEIVES DINO DELEGATION

President Mahmoud Abbas received on Saturday April 5, 2008 a German delegation from the German Initiative for the Near East; Deutsche Initiative fur den Nahen Osten (DINO). The delegation was headed by Manfred Erdenberger, Spokesman for the Initiative, Jurgen Bremer Director General of DINO, MSGR Martin Huelskamp, Rodolf Dressler, Manfred Kock, Ulrich Keudel, Mrs. Andrea Paschke und Dr. Dimitri Raheb.
In the Muqataa Compound the Delegation as welcomed by President Mahmoud Abbas who discussed with them the latest political developments in light of the peace process.

Den vollständigen Artikel aus den Fateh-Meldungen finden Sie hier.

Titelseite der Palästinensischen Zeitung Al-Quds vom 6. April 2008